Fon: 07473-378592, Fax: 378593, info@garten-ienco.de
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Pflegeanleitung für neu gesäte Rasenflächen und Folgepflege:

Damit sich ein neu angelegter Rasen innerhalb kurzer Zeit zu einer ansehnlichen Grünfläche entwickelt, ist die Fertigstellungspflege erforderlich. Wenn wir für die Fertigstellungspflege nicht beauftragt wurden, möchten wir Ihnen hiermit einige nützliche Tipps geben, damit sich Ihr Rasen möglichst schnell entwickelt und Sie ihn schnell nutzen können:

 

Wässern:

Sobald das Saatgut ausgebracht ist, darf dieses keinesfalls austrocknen! An einem sonnigen, warmen Tag würden im Extremfall nach wenigen Stunden Trockenheit die Samen austrocknen. Bis zur Keimung, je nach Witterung dauert dies ca. 14-21 Tage, solange muss die Vegetationsfläche feucht gehalten werden. Am besten wirkt hier ein Beregnungssystem, das an warmen Tagen auch mehrmals täglich in Betrieb sein muss. Grundsätzlich gilt, dass sich auf der Fläche keine Pfützen bilden dürfen und die Fläche nicht verschlemmt werden darf. Nach etwa vier Wochen sind die Wurzel ausreichend tief mit der Vegetationstragschicht verwachsen, sodass Sie das Wässern reduzieren können. Bei trockenem und heißem Wetter sollten Sie Ihren neuen Rasen weiterhin ausreichend feucht halten. Die beste Gießzeit ist, wenn die Sonne nicht mehr oder noch nicht scheint. Unter Bäumen muss mehr/häufiger gewässert werden, da die Baumwurzeln einen Großteil des Wassers aufnehmen und es dem Rasen dann nicht mehr zur Verfügung steht. Schattige Flächen können mit weniger Wasser auskommen. Bei einer Rasenfläche mit angrenzendem Pflaster- oder Plattenbelag sollte auch mehr gegossen werden, da die Steine sich durch die Hitze aufladen und Wärme abgeben und bei der angrenzenden Rasenfläche das Wasser schneller verdunstet.

 

Erster Rasenschnitt:

Wenn der neue Rasen eine Wuchshöhe von ca. 8-10 cm erreicht hat, muss er zum ersten Mal gemäht werden. Die Schnitthöhe sollte nicht weniger als die Hälfte der Wuchshöhe betragen. Bei einer Wuchshöhe von 10 cm ist eine Schnitthöhe von 6 cm ideal. Bei den folgenden Schnitten kann die Schnitthöhe nach und nach auf ca. 4 cm gesenkt werden. Insbesondere bei den ersten Rasenschnitten muss der Schnitt bei trockenem Wetter durchgeführt werden, so dass weder durch Schritte noch durch die Räder des Rasenmähers Mulden oder Furchen in den Rasen gedrückt werden. Besonders neu gesäte Rasenflächen sind sehr empfindlich. Daher muss darauf geachtet werden, dass mit möglichst scharfen Messern der Rasen gemäht wird. Darüber hinaus gilt: Je häufiger Sie mähen, desto dichter wird Ihr Rasen, es bildet sich eine feste Grasnarbe. Rechen Sie das Schnittgut sorgfältig ab.

 

Mähen allgemein:

Vor dem Mähen empfiehlt es sich, die Rasenfläche auf Unkräuter zu untersuchen. Stechen Sie das Unkraut am besten gleich mit einem Unkrautstecher heraus. Beginnen Sie am besten im Frühjahr Ende März/Anfang April mit dem Mähen, wenn die Gräser eine Länge von ca. 7 cm haben. Fangen Sie dabei mit der maximalen Schnitthöhe an und verringern Sie von Mal zu Mal bis zu der von Ihnen letztendlich gewünschten Höhe. Mähen Sie stets an trockenen Tagen bei bedecktem Himmel. Der Rasen sollte gut abgetrocknet sein, da nasses Gras klebt und damit Pilzinfektionen fördert. Die ideale Schnitthöhe für Zierrasen ist etwa 3,5 cm, für Spielrasen 3 bis 4 cm. Im Sommer bei hohen Temperaturen die Schnitthöhe höher lassen, um ein Austrocknen zu verhindern und ggf. den Rasen beregnen. Wenn Sie den Rasen zu tief mähen, stockt meist das Wachstum. Als Faustregel gilt: Schneiden Sie bei jedem Mähen lediglich bis zu ein Drittel der Halmlänge ab. Zu hoher Rasen sollte daher nicht auf einmal, sondern stets in mehreren Etappen geschnitten werden. Im Sommer kann man das Gras etwas höher stehen lassen, da so die Feuchtigkeit – für den Rasen günstig - länger gehalten wird. Schränken Sie das Mähen bei anhaltender Trockenheit ein! Gegen Jahresende sollte der Rasen nicht mehr so häufig gemäht werden, das letzte Mal vor dem ersten Frost. Danach nicht mehr und achten Sie stets darauf, dass das Schnittgut nicht auf dem Rasen liegenbleibt, ansonsten sollten Sie dies abrechen.

 

Düngen:

In einem gut ernährten und deshalb dichten Rasen finden Unkräuter weniger Möglichkeit sich zu entfalten. Wird nicht oder nur wenig gedüngt, so kann sich kein unkrautfreier und saftig grüner Rasen entwickeln. Da wir zusammen mit dem Saatgut einen Starterdünger ausbringen ist die folgende Düngung erst nach ca. 4-6 Monaten nötig. Danach gilt: Während der Wintermonate reduziert der Rasen den Stoffwechsel so stark, dass es in der Regel kaum noch zu Zuwachs kommt. Damit der Rasen schnell wieder in einem satten Grün erblüht, sollten Sie bereits Ende März/Anfang April die erste Düngung vornehmen. Dazu verwenden Sie am besten nach dem ersten Rasenschnitt einen handelsüblichen Rasenlangzeitdünger. Dadurch werden die Gräser durch den Sonneneinfluss und die steigenden Temperaturen wieder zu Wachstum und Erneuerung stimuliert. Beachten Sie in jedem Fall die Düngeempfehlung des Herstellers und verwenden Sie einen Düngewagen. Der nächste Düngevorgang mit einem Herbst-Langzeitdünger sollte im September/Oktober erfolgen.

 

Vertikutieren/Aerifizieren:

Auch wenn der Rasen regelmäßig gemäht und das Schnittgut sorgfältig abgetragen wird, kommt es im Laufe der Zeit zum Verfilzen der Grasnarbe. Um den Rasenfilz zu entfernen, sollte Ihr Rasen im zeitigen Frühjahr vor der ersten Düngung vertikutiert werden. Der Vertikutierer wird hierbei bis zur Bodenoberfläche eingestellt um breitblättrige Wildkräuter, Moos und horizontale Ausläufer der Gräser zu entfernen. Damit nach dem Vertikutieren eine Verdichtung der gelockerten Oberfläche vermieden wird, ist die gesamte Rasenfläche zu besanden. Bei tiefer gehenden Verdichtungen sollte zusätzlich mit einem Aerifiziergerät gearbeitet werden, das eine bessere Durchlüftung und Wasserführung im Boden ermöglicht. Sollten Sie hier Hilfe benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

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